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Elektroautos

Entdecken Sie mehr als 50 aktuelle Elektroautos! Lesen Sie deren Profile, betrachten Sie Fotos und lernen Sie die Charakteristiken und Eigenschaften jedes Autotyps kennen. Es gibt aktuell mehr als 50 verschiedene Typen von Elektroautos. Machen Sie den Test und finden Sie heraus, welches E-Auto am besten zu Ihnen passt! Test durchführen


Wichtig: Hier geht es nur um reine Elektroautos! Wir haben keine Hybridfahrzeuge berücksichtigt.

Elektroautos im Überblick

Bei der Auswahl eines passenden Elektroautos lassen sich viele Interessenten primär von der Reichweite leiten - wohl vor allem aus Angst, der Elektroflitzer könne irgendwann einfach liegenbleiben und die Insassen bei Nacht und Nebel auf der Landstraße sich selbst überlassen. Doch diese Angst ist in der Regel völlig unbegründet. Im Gegenteil: Viele Käufer eines E-Autos berichten rückwirkend, dass sie die Reichweite vollkommen falsch eingeschätzt haben und dass teils sogar ein noch kleinerer Akku gereicht hätte (meist allerdings nur bei Stadt- oder Pendlerautos).

Worauf es neben der Reichweite bei Elektroautos noch ankommt und worauf Sie beim Kauf allgemein achten sollten, haben wir auf dieser Webseite zusammengestellt. Die Sammlung soll die wichtigsten Punkten enthalten und Ihnen dabei helfen, das passende E-Mobil zu finden.

Größe und Fahrzeugklassen

Zur Reichweite kommen wir später noch detailliert. Zunächst wollen wir uns aber ansehen, worauf es bei den E-Mobilen noch so ankommt.

Da wäre zunächst die Größe. Grundsätzlich sind Elektroautos wie die »normalen« Verbrenner in allen Klassen vertreten; neben Kleinwagen, Mittelkassewagen, Sport- und Oberklassewagen gibt es vor allem auch die populären Kleinstwagen oder City Cars. Allerdings haben die Hersteller (noch) kein Elektro-SUV vorgestellt, ebensowenig einen Van. Auch von elektrischen Lieferwagen, Kleinbussen oder LKW sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Auch ein elektrisches Cabrio bleibt bislang ein Wunschtraum vieler E-Pioniere.

Immerhin die ersten SUVs stehen aber wohl unmittelbar vor der Tür; einige Hersteller arbeiten an entsprechenden Modellen, weil die entprechende Kundschaft nicht nur das nötige "Kleingeld" hat, sondern die Karosserie auch besonders viel Platz für die Batterien bietet - so kann man elegant die Reichweite steigern.

Der Smart Fortwo ED (Electric Drive) zählst du den kleinsten und populärsten alltagstauglichen Elektroautos, wird allerdings erst im kommenden Jahr neu aufgelegt. In der Vergangenheit wurden bereits einige tausend Stück zugelassen, ehe Mercedes-Benz die Produktion überraschend einstellte. Noch kompakter ist der Renault Twizy, der aber eher an einen Kabinenroller erinnert und offen gefahren werden muss. Weitere beliebte Vertreter der kleinen E-Auto-Klasse sind der Renault Zoe und der BMW i3. Beide rangierten 2014, 2015 und 2016 an der Spitze der meistverkauften Elektroautos in Deutschland und finden sich auch heute noch in den Top Drei (siehe auch: Die beliebtesten Elektroautos in Deutschland).

In der Mittelklasse sind kaum Elektroautos anzutreffen. Bis auf den E-Golf, der aber eher der Kompaktklasse zuzurechnen ist, haben die Hersteller praktisch keine Fahrzeuge im Angebot. Die Gründe sind nicht ganz eindeutig. Da dieser Markt besonders umkämpft ist, scheuen die Hersteller möglicherweise den direkten Vergleich mit Benzin- und Diesel-getriebenen Autos. Vor allem die geringere Reichweite dürfte auch auf Käuferseite für Zurückhaltung sorgen. Bei Stadtflitzern ist diese nicht so wichtig und in der Oberklasse lässt sich sie sich durch größere (und teurere) Akkus konkurrenzfähig gestalten - im preissensiblen Markt der Familienautos aber scheint es derzeit (noch) unmöglich zu sein, ein preiswertes Auto mit akzeptabler Reichweite zu entwerfen.

Es gibt neben dem elektrischen Golf aber noch eine Ausnahme: Der Nissan Leaf, ebenfalls eher ein Kompaktklasse-Fahrzeug, ist weltweit das erfolgreichste Elektroauto. Hier ist es gelungen, den günstigen Preis mit einer guten Reichweite zu kombinieren - allerdings nur mit einem Trick! Der besteht darin, dass die Batterie nur gemietet und nicht gekauft wird. Die Einsparung auf den Kaufpreis wird mit etwa 6.000 Euro angesetzt, demgegenüber steht dann eine monatliche Miete von mindestens 80 Euro. Ein ähnliches Konzept bietet Renault auch beim Zoe an.

Die automobile Oberklasse ist seit jeher eine Domäne der Elektroautos - nirgenwo sonst lassen sich die hohen Preise so leicht rechtfertigen wie bei Luxuskarossen und exklusiven Sportwagen. Dies war auch die Motivation für den E-Pionier Tesla, sein erstes Elektroauto genau in diesen Märkten zu positionieren. Dem Sportwagen "Tesla Roadster", der ab 2008 zu einem Preis von rund 100.000 Euro zu haben war, folgt 2012 das Tesla Model S, eine Limousine mit enormer Reichweite und einem Preis von knapp 80.000 Euro. Das Model S gilt als das Elektroauto schlechthin. Die ungeheure Beliebtheit und den Quasi-Kultstatus verdankt das E-Mobil nicht nur seiner rund 500 Kilometer Reichweite; auch Beschleunigung und Fahrverhalten gelten als wegweisend für E-Autos. In den USA führt es mittlerweilex die Verkaufslisten der Luxuslimousinen an, weit vor der Mercedes S-Klasse und dem 7er-BMW.

Reichweite

Kommen wir zu dem vermeintlich wichtigsten Kriterium: der Reichweite. «Vermeintlich» deswegen, weil das Problem eher in zu schwachen bzw. besetzten Ladesäulen liegt als an der mangelnden Reichweite. Schließlich kommt auch niemand auf Idee, sich über die mickrige Reichweite eines Porsche 911 zu beklagen. Ist der Tank leer, tankt man eben einfach, und genau hier befürchten viele einen Nachteil, wenn sie auf ein Elektroauto umsteigen. Doch der Reihe nach.

Die aktuelle Elektroauto-Generation ermöglicht bereits in der Klasse der kleinen und Kompaktwagen Reichweiten um die 200 Kilometer. Laufleistungen von weniger als 150 Kilometer sind praktisch nicht mehr anzutreffen. Das reicht für die üblichen Fahrten zur Arbeit, so dass man je nach Wegstrecke nur alle paar Tage den Akku neu aufladen muss.

Die Elektroautos mit der größten Reichweite

Unsere Zusammenstellung aller Elektroautos mit großer Reichweite

Leider sind die aktuellen Reichweiten in der Mittel- und Oberklasse aber auch nicht viel höher. Ein aktueller E-Golf kommt auf knapp 200 Kilometer, der Nissan Leaf auf 250 Kilometer und auch ein Tesla Model X schafft nicht mehr als 210 Kilometer (Model X, nicht Model S). Bei einigen Modellen gibt es allerdings gegen Aufpreis stärkere Akkus, die dann einige Dutzend bis Hundert Kilometer zusätzlich ermöglichen.

Erst in der Oberklasse werden die Reichweiten wirklich interessant. Das Tesla Model S erreicht ja wie oben bereits erwähnt in der höchsten Ausbaustufe 500 Kilometer, und das ist auch eine wirklich zutreffende Angabe (anders etwa als die geschönten Verbrauchswerte aktueller Verbrennermotoren). Auch BMW und Mercedes haben Konzepte für solche Hoch-Reichweiten in der Schubladen. In den kommenden Jahren dürften die aber den teuren Wagen vorbehalten sein. Als "normaler" Elektroauto-Käufer sollte man sich bis auf Weiteres an den 250 Kilometern des Nissan Leaf orientieren.

Ein echtes Problem bei der Reichweite entsteht erst in kalten Regionen, und zwar nicht nur in der Arktis. Auch hierzulande drückt ein kalter Winter mit strengem Frost enorm auf die mögliche Kilometerzahl. Von einer 200-km-Reichweite unter Idealbedingungen bleibt im schlechtesten Fall weniger als die Hälfte übrig. Wer einen langen Arbeitsweg hat, sollte also sichergehen, dass er das E-Mobil auch mal während der Arbeit laden kann. Wirkliche Ausfälle sind bislang allerdings nicht bekannt geworden. Erst ab etwa -20 Grad Celsius wird es kritisch; manche Modelle starten dann nicht mehr, ab -25 Grad Celsius ist bei fast allen Elektroautos ohne Hilfsmittel kein Betrieb mehr möglich. Diese Hilfsmittel bestehen zum Beispiel in einem Zusatzmotor, der auch von einigen Herstellern verwendet wird. Um das Problem zu lösen, setzen einige Hersteller kleine Benzinmotoren ein (BMW i3 mit Range Extender, Opel Ampera und andere).

Der Winter wirkt sich allerdings nicht nur negativ auf die Reichweite aus. Auch das Laden des Akkus dauert viel länger (dazu gleich mehr). Das alles klingt aber schlimmer als es in der Praxis ist. Tatsächlich gibt es aktuell (2017) kein Elektroauto, das nicht in Deutschland wintertauglich wäre.

Tanken

Viele Fragen vor der Anschaffung beschäftigen sich mit dem Tanken bzw. Laden des E-Autos. Getankt wird grundsätzlich wie bei einem konventionellen Verbrenner an einer "Zapfsäule", aus der aber eben kein fossiler Brennstoff, sondern Strom "fließt".

Verschiedene Kraftstoffsorten gibt es natürlich ebenfalls nicht, allerdings existieren einige unterschiedliche Steckertypen und Ladesysteme. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie der Strom in den Akku des Autos kommen kann.

In Europa und dem deutschsprachigen Raum sind vor allem die sogenannten "Typ-2-Stecker" verbreitet. Damit lassen sich fast alle E-Autos an allen Stromtankstellen wiederaufladen. Auch die Fahrzeuge des US-amerikanischen Autobauers Tesla unterstützen diesen Ladestecker, sofern sie in Europa ausgeliefert wurden (die US-Varianten verfügen dagegen über einen anderen Stecker, den sogenannten Typ-1-Stecker).

Ladesäulen-Netz

In Deutschland gab es Ende 2016 mehr als 7.000 Stromtankstellen, ein aktuelles Verzeichnis bietet Goingelectric. Zum Vergleich: 2015 standen etwas mehr als 14.000 konventionelle Tankstellen in Deutschland zur Verfügung (Quelle ADAC).

An vielen Tankstellen kostet das Tanken nichts. Das wird zwar wohl auf lange Sicht nicht so bleiben, ist aber zumindest im Moment noch eine nützliche Begleiterscheinung. Und selbst wenn die netzüblichen Gebühren für eine Kilowattstunde anfallen, so ist das Tanken eines E-Autos erheblich günstiger als bei einem Fossilen-Brennstoff-Verbrenner: Bei Kleinwagen kostet die Energie für 100 Kilometer gerade mal zwei bis drei Euro.

Schnellladen

Viel wichtiger als die reine Verfügbarkeit und die Entfernung der nächsten Stromtankstelle ist im Alltag deren Ladeleistung. Diese Leistung wird in Kilowatt (kW) gemessen und liegt bei den meisten Tankstellen bei 22 kW. Sie bestimmt, wie lange das Laden der Batterie dauert! Mit einer 22-kW-"Zapfsäule" benötigt man für einen Renault Zoe etwa eine Stunde für's Volltanken. Schon nach einer halben Stunde hat man aber so viel "Saft", dass man rund 80 Prozent der Norm-Reichweite zurücklegen kann. Dieser scheinbar ungewöhnliche Umstand liegt daran, dass Akkus am Anfang sehr schnell, später aber nur noch langsam geladen werden.

Neuere Stromtankstellen arbeiten bereits mit 44 kW Ladeleistung, die Ladedauer wird hier also - sofern vom Auto unterstützt - halbiert. In Zukunft könnte sich die Ladezeit weiter verringern, zumindest der Typ-2-Stecker erlaubt bis zu 240 kW. Ein hypothetischer Zoe wäre also in wenigen Minuten vollgeladen.

Der US-amerikanische Autobauer Tesla bietet für seine Autos ein eigenes Ladesäulen-Netz an, das derzeit rund 400 Säulen umfasst. Meist sind diese an Autohöfen und konventionellen Tankstellen zu finden. Der Tesla kann aber auch an jeder "normalen" E-Tankstelle wiederaufgeladen werden. Der Vorteil des Tesla-eigenen Netzes besteht vielmehr darin, dass es konkurrenzlos schnell lädt ("Supercharger"). Die Ladeleistung liegt zwischen 90 und 135 kW - damit ist das Model S mit seiner 500-Kilometer-Reichweite in 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen!

Obwohl die Stecker nahezu gleich sind, kann man mit anderen Elektroautos aber nicht an Tesla-Stationen tanken. Dies wird schon durch eine Software-Abfrage verhindert, wäre aber auch deswegen nicht empfehlenswert, weil sämtliche nicht geeigneten Batterien augenblicklich zerstört würden.

Laden zu Hause

Den Schnelllade-Systemen an der Tankstelle stehen die langsamen Steckdosen daheim gegenüber. Eine Haushalts-Steckdose liefert 3,7 kW Leistung (230 Volt x 16 Ampere), der Zoe wird also in bestenfalls sechs Stunden wieder zu 100 Prozent aufgeladen. Dabei besteht aber ein nicht unerhebliches Risiko, die komplette Garage abzufackeln, weshalb man die Ladeleistung meist noch weiter drosselt. Die vom Camping bzw. Außeneinsatz bekannten CEE-Stecker (die mit den fünf Löchern) bietet dagegen genug Reserven, um einen E-Flitzer auch zuhause einigermaßen schnell zu laden. Praktischerweise hat jeder Haushalt schon einen Starkstromanschluss, nämlich den für den Herd. Dieser kann meist auch genutzt werden, um Strom für das Auto "abzuzapfen". Um den Strom ins Auto zu bringen, greifen die meisten Elektroauto-Besitzer zu einer so genannten Wallbox, die in der Garage oder an der Hauswand montiert wird (Kosten: ca. 1.700 Euro).

Typische Wallboxen leisten 11 oder 22 kW, sind damit also im besten Fall so schnell wie die Ladesäulen an der Tankstelle.

Preise

Neben der Reichweite gilt der Preis als bislang größtes Handycap eines Elektroautos. Das billigste Elektroauto kostet aktuell knapp 20.000 Euro (Citroen C-Zero), der "Kabinenroller" Renault Twizy ist mit 7.200 Euro deutlich billiger, allerdings kann man da wohl gleich zu einem Elektroroller greifen.

Smart und VW E-Up kosten annähernd 25.000 Euro, ein E-Golf schlägt mit rund 37.000 Euro zu Buche, etwas mehr als ein BMW i3 (35.000 Euro). Der populäre Nissan Leaf ist für weniger als 29.000 Euro zu haben, hier muss aber wie erwähnt die Batterie zusätzlich gemietet werden.

Die Preise liegen um zirka 8 bis 12.000 Euro über denen der vergleichbaren Verbrenner-Variante; und häufig ist das noch nicht alles. Kaufinteressenten sollten noch einige Reserven einplanen, weil Extras wie der "Range Extender" (BMW) oder leistungsfähigere Akkus noch einmal einen saftigen Aufpreis kosten. Da fällt die Wallbox-Installation dann auch kaum mehr ins Gewicht ...

Wartung

Immerhin spart man nach der Anschaffung eines E-Autos ordentlich Geld. Nahezu alle aufwendigen Reparaturen entfallen, schon alleine deswegen, weil Elektroautos mit einem Bruchteil der Komponenten im Antriebsstrang auskommen. Getriebe, Kupplung, Auspuff, Zahnriemen, Nockenwellen, Zylinderkopf, Katalysator - alles überflüssig und in einem E-Auto schlicht nicht mehr vorhanden. Lediglich Bremsen und Akkus müssen gewartet werden - beides ist im Normalfall in wenigen Minuten erledigt.

Auf den Lebenszyklus des Autos hochgerechnet, lassen sich im günstigen Fall tatsächlich die 10.000 Euro Mehrausgaben wieder einsparen. Schließlich ist nicht nur die Werkstattrechnung, sondern auch das Tanken viel preiswerter.

Fahrspaß und Alltagstauglichkeit

Wie fährt sich ein Elektroauto? Im Grunde genauso komfortabel wie ein Benzin- oder Dieselmotor, allerdings gibt es natürlich auch hier Eigenheiten der neuen Technik. Ein Elektromotor liefert aus dem Stand heraus die volle Leistung, man kann also extrem schnell beschleunigen. Ab etwa 100 km/h sinkt das Drehmoment spürbar und bei "Vollgas" werden die Akkus schnell an ihre Leistungsgrenze getrieben. Typischerweise darf man den Akkus nur wenige Minuten die maximale Leistung entnehmen, danach regelt die Elektronik ab und drosselt die Leistungsabgabe. Man kann dann natürlich immer noch fahren, aber eben mit reduzierter Leistung, bis die Batterie wieder abgekühlt ist (die Akkus werden schnell heiß, wie man spätestens seit brennenden Smartphones weiß).

Ein Elektroauto hat keine nennenswerte Kaltstartphase und muss auch nicht "warmgefahren" werden. Der "Verbrauch" (und damit auch die Reichweite) hängt viel direkter vom Gasfuß ab als bei Benzinern. Im Stadtverkehr beispielsweise benötigt das E-Auto an der Ampel überhaupt keinen Strom, jedenfalls nicht für den Antrieb - es ist also sogar sparsamer als über Land. Allerdings quittiert es eine hektische Fahrweise und häufiges starkes Beschleunigen mit einer reduzierten Reichweite.

Da die Akkus ein relativ hohes Gewicht haben, sind Elektroautos meist schwerer als die fossil angetriebenen Gegenstücke. Aufgrund der Leistungscharakteristik sind die aber dennoch meist dynamischer im Fahrverhalten. Das Fahrgefühl erinnert ein bisschen an einen Turbo-geladenen Diesel, nur noch viel schwungvoller. Normale E-Autos beschleunigen in etwa 10 Sekunden auf 100 km/h, lediglich die Tesla-Modelle liegen bei 5 Sekunden und weniger.

Die Leistungsentnahme lässt sich wie viele weitere Betriebsparameter per Software auch nach dem Kauf ändern oder feinjustieren. Hat das Auto einen Internetanschluss, muss man dazu nicht einmal eine Werkstatt aufsuchen. Tesla beispielsweise verteilt regelmäßig Software-Updates an seine Autos. Mit den Programmen können wichtige Parameter während des Fahrens beeinflusst werden, was zum Beispiel längere Fahrten ermöglicht - gewissermaßen wie beim Energiesparmodus des Laptops. Natürlich können auch alle anderen Daten abgefragt werden, was aber auch bei konventionellen Autos der Fall ist und Datenschützer bereits auf den Plan gerufen hat.

Sonstige Unterschiede

Elektroautos sind sehr leise. Der Antrieb verursacht praktisch überhaupt keine Geräusche, lediglich das Abrollgeräusch der Reifen produziert Lärm. In einigen Ländern müssen E-Autos künstlich Geräusche erzeugen, damit Fußgänger die Autos rechtzeitig wahrnehmen können.

Konstruktionsbedingt können Elektroautos auch ohne Getriebe rückwärts fahren - die Ladung wird am Motor einfach vertauscht und schon arbeitet dieser anders herum.

Noch einen wichtigen Unterschied gilt es in Bezug auf die Akkus festzuhalten: Akkus altern! Nach einer gewissen Menge an Ladezyklen (in der Regel um die 2.000 bei Lithium-Ionen-Akkus) wir nur noch ein Teil, meist 80 bis 85 Prozent, der ursprünglichen Kapazität erreicht. Von einer 200-Kilometer-Reichweite bleiben also nach ein paar Jahren nur noch 160 Kilometer übrig. Dies ist eine Eigenheit moderner Energiespeicher und lässt sich aktuell nicht verhindern (der Effekt tritt auch bei Smartphones, Tablets und Notebooks auf).

Ein Ladezyklus ist aber nicht gleichbedeutend mit einem Tankvorgang, sondern bezieht sich immer auf eine komplette Füllung der Batterie. Konkret bedeutet das, dass ein Tesla mit 400 Kilometern Reichweite nach 160.000 Kilometern noch ca. 330 Kilometer schafft. Dies wurde so auch in umfangreichen Praxistests belegt.

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